Filmwirtschaft

Übersicht

Brad Pitt war schon da, Tom Hanks und Tom Cruise, auch Cate Blanchett. Nach Starregisseur Quentin  Tarantino ist sogar eine Straße benannt – auf dem Gelände des Filmstudios Babelsberg. Es gilt als das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt und größtes Filmstudio Europas. In den mehr als 100 Jahren seines Bestehens entstanden hier zahlreiche Klassiker, wie „Metropolis“ und „Der blaue Engel“. In jüngster Vergangenheit wurden in Potsdam-Babelsberg internationale Kinohits wie  „Bridge of Spies“, „Operation Walküre“,  „Eddie the Eagle“, „Der Ghostwriter“, „Das Bourne Ultimatum“, Tarantinos „Inglourious Basterds“ sowie die oscarprämierten Filme „Die Fälscher“, „Der Vorleser“ und „The Grand Budapest Hotel“ teilweise  oder ganz produziert.

Die brandenburgische Filmbranche beschäftigt rund 3.100 Erwerbstätige. Zur Filmwirtschaft zählen selbständige Bühnen-, Film- und Fernsehkünstler, Film- und TV-Produktion, Unternehmen zur Nachbereitung, Filmverleiher, Kinos, Videotheken und der Einzelhandel mit Ton- und Bildträgern. Mit zahlreichen Betrieben und Einrichtungen in Berlin bietet die Region eine deutschlandweit einzigartige Konzentration aus Künstlern und Produzenten, Ausstattern, Filmtechnik- und Postproduktionsfirmen. Dabei entwickelt sich dieser Medienstandort immer mehr zu einem Zentrum für digitale Medien.

Mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg konnte sich die Hauptstadtregion als Produktionsstandort für internationale Fernsehserien profilieren. Hier entstanden unter anderem die Netflix-Produktion „Mute“ sowie die Serien „Station Berlin“ und „Babylon Berlin“.

Das Babelsberger Forschungsprojekt „D-Werft“ befasst sich mit neuen Technologien für Film und Fernsehen. Das Bundesforschungsministerium fördert die Entwicklung neuer digitaler Produktionsverfahren aus dem Programm „Innovative regionale Wachstumskerne“. Beteiligt sind elf Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen. Ein weiteres zukunftsweisendes Vorhaben in Babelsberg ist das vom Brandenburger Wirtschaftsministerium geförderte 2016 gegründete Netzwerk „Virtual Reality/Augmented Reality Berlin-Brandenburg“. Ziel ist es, die Medienstadt als Standort für Virtual Reality zu etablieren und den Einsatz dieser Technologien in vielen Branchen und Unternehmen zu ermöglichen. 

Dieses Vorhaben wird durch das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt, das den Standort Potsdam im April 2017 als einen von zwölf deutschlandweiten Digital Hubs auswählte – den einzigen für den Bereich Medientechnologie. Der Potsdamer MediaTech Hub wird getragen von einem Konsortium aus Vertretern von 30 Unternehmen, Startups und Institutionen. Es soll eine Anlaufstelle für Firmen geschaffen werden, die sich für die Zukunft von Medientechnologien, die Möglichkeiten von Virtual Reality und Augmented Reality in Entertainment und Digital Engineering interessieren. Ein besonderer Fokus wird dabei auf der Kooperation mit der Industrie liegen.

Die Medienregion ist auch Zentrum von mehr als 70 Festivals der Filmbranche - voran die Berlinale und der Deutsche Filmpreis. In Potsdam ist mit Sehsüchte das größte internationale Studentenfilmfestival Europas beheimatet, in Cottbus das Festival des osteuropäischen Films.

Die Babelsberger Filmuniversität Konrad Wolf ist mit rund 600 Studierenden die älteste und größte Filmhochschule Deutschlands. Sie bietet Studiengänge mit dem Abschluss Bachelor of Arts und Master of Arts an. Unterrichtet wird unter anderem in den Studiengängen Animation, Digitale Medienkultur, Drehbuch/Dramaturgie, Film- und Fernsehproduktion, Filmmusik sowie Montage,  Schauspiel und Production Design. 

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