Kunstmarkt

Übersicht

Brandenburg ist als Kulturland weit über seine Landesgrenzen hinaus bekannt. Die preußischen Schlösser und Gärten sind Attraktionen, die jährlich Hunderttausende Besucher anlocken. Das kulturelle Spektrum der Mark ist breit gefächert und spiegelt neben einer ereignisreichen Geschichte die lebendige Gegenwart wider. Den besonderen Reiz machen die vielen kleinen und über das ganze Land verstreuten Kulturstätten und -projekte aus, von Museen, Galerien, Kunstausstellungen, Workshops, Symposien, bis hin zu einer Vielzahl an Werkstätten und Märkten des Kunsthandwerks.

Der brandenburgische Kunstmarkt mit bildenden Künstlern, Kunsteinzelhandel sowie Museumsshops zählt rund 1.100 Erwerbstätige. In der Mark gibt es kaum einen Ort ohne Museum. Das Angebot reicht vom Museum Barberini, dem Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam sowie dem Museumsdorf Glashütte im Fläming bis hin zu einer Vielzahl von kleinen Dorf- und Heimatmuseen, Kunst-, Natur- und technischen Museen, Schloss- und Burgmuseen sowie Gedenkstätten – landesweit knapp 400 Einrichtungen.

Als Dachmarke für die kulturelle Vielfalt zwischen Oder und Elbe sieht  sich  „Kulturland Brandenburg“. Unter dem Motto „Brandenburg neu entdecken. Mit uns!“ konzipiert und organisiert der von der Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte gegründete Verein zahlreiche Projekte und Veranstaltungen mit einem jährlich wechselnden Thema. Ziel ist es, den Brandenburgern und ihren Gästen die kulturelle Vielfalt des Landes zu vermitteln.  Zudem initiiert der Verein mehrere Netzwerke und  steuert und koordiniert zahlreiche Aktivitäten, die über die Projekte der Themenjahre hinausgehen.

Neben tradierten Kunstformen gehören auch avantgardistische und experimentelle Projekte zur märkischen Kunstszene. Der einmal im Jahr organisierte landesweite „Tag des Offenen Ateliers“ und die im zweijährigen Turnus veranstaltete Produzentenmesse „Art Brandenburg“ gelten als kreative Schaufenster und Foren für Kunst, Künstler und Kunstfreunde.

Die „Art Brandenburg“ ist die einzige Kunstmesse im Land und zugleich Leitmesse für die märkische bildende Kunst. Mit jeweils mehreren Tausend Besuchern bietet sie in jedem zweiten Jahr einen kompakten Überblick über aktuelle Positionen und Tendenzen der hiesigen Kunstlandschaft. Das Spektrum der zeitgenössischen Kunst reicht von Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie bis hin zu Installationen, Video und Performance. Die rund 100 Künstler und Ateliergemeinschaften präsentieren persönlich am Messestand ihre Werke zum Verkauf. Die  vom Brandenburgischen Verband Bildender Künstlerinnen und Künstler organisierte Schau wird vom Wirtschafts- und vom Kulturministerium gefördert.  

Netzwerke von Künstlern, Museen, Hochschulen und Wirtschaft helfen, überregionale Kunstaktionen ins Leben zu rufen. Dazu gehört die Ausstellung „Rohkunstbau“, die einen Überblick über zeitgenössischer Kunst und Kultur gilt. Die Ausstellungsreihe im barocken Kulturschloss Roskow zwischen Potsdam und Brandenburg an der Havel will auch fast vergessene Kulturstätten in ländlichen Regionen der Mark wieder entdecken und neu beleben.

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